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Ihr Kunststiftung DZ BANK
Fotografisch erzeugte Positivkopien von Negativen oder Positiven werden als Abzüge bezeichnet. Ein analoger Abzug kann eine Kontaktkopie sein, bei der das Negativ direkt auf das lichtempfindliche Fotopapier gelegt und belichtet wird. Auch eine Vergrößerung, bei der das Negativ in einen Vergrößerer eingelegt und auf das Fotopapier projiziert wird, bezeichnet man als Abzug. Das belichtete Fotopapier wird chemisch entwickelt und fixiert. Erst hierdurch entsteht ein für unsere Augen sichtbares Bild.
Ein Aquarell ist eine Malerei, in der lasierende Wasserfarben verwendet werden.
Audioinstallationen sind eine Form der Medienkunst, in der der Klang als solcher das Kunstwerk darstellt.
Baumwollpapier ist Papier, das anteilig oder vollständig aus Baumwollfasern besteht. Es wird in unterschiedlichen Qualitäten für verschiedene Verfahren hergestellt.
Der Begriff Bewegtbild beschreibt ein audiovisuelles Medium, das sich durch bewegte Einzelbilder definiert, die meist mit einer Geschwindigkeit von 18, 24, 30 oder 60 Bildern pro Sekunde abgespielt werden. Umgangssprachlich wird der Begriff »Video« häufig synonym mit Bewegtbild verwendet. Zum Bewegtbild zählen sowohl auf Filmmaterial aufgenommene und analog abgespielte Bilder als auch elektronisch sowie digital aufgenommenes und/oder abgespieltes Material.
Büttenpapiere wurden ursprünglich aus Faserbrei, der sogenannten Bütte handgeschöpft. Der Begriff gibt keine Auskunft über das Material des Papiers, sondern verweist auf den Herstellungsprozess. Heutzutage kann ein Büttenpapier auch maschinell geschöpft werden.
Chromogenes PE-Papier ist mit Polyethylen (Kunststoff) beschichtetes Papier, auf das lichtempfindliche Schichten in den Farben Cyan, Gelb und Magenta aufgetragen werden.
Der Begriff Collage leitet sich aus dem französischen ›coller‹ (kleben) ab. Er beschreibt ein Kunstwerk, das durch das Aufkleben verschiedener Elemente auf einen Untergrund entsteht. Auch die Technik wird als Collage bezeichnet. Digital angefertigte Kunstwerke aus übereinandergelegten Elementen bezeichnet man hingegen als Montage.
Als Diapositiv beschreibt man einen positiven transparenten Filmstreifen. Meist wird dieser zerschnitten und in Diarahmen eingespannt. Mit »Dia« ist umgangssprachlich der positive Filmstreifen mitsamt dem Diarahmen gemeint, das in der Regel in einen Projektor eingelegt wird.
Unter Digitaldrucken versteht man jegliche Druckverfahren, bei denen von einer digitalen Datei ausgehend Farbe auf ein Trägermaterial aufgebracht wird. Hierzu zählen der Pigmenttintenstrahldruck, der Tintenstrahldruck, der Thermosublimationsdruck und der elektrofotografische Druck.
Wenn ein digitales Bild mithilfe von Laser oder LEDs auf Fotopapier belichtet wird, spricht man von digitaler Ausbelichtung. Im Anschluss wird das Fotopapier chemisch entwickelt. Dadurch wird die digitale Ausbelichtung zu den fotochemischen Verfahren gezählt.
Unter Direktbelichtung versteht man kameralose Verfahren wie das Fotogramm, Foliogramm und Luminogramm. In allen Fällen wird Licht durch ein Objekt auf lichtempfindliches Papier projiziert, das im Anschluss chemisch entwickelt wird.
Dye-Transfer ist ein Farbübertragungsprozess, in dem zunächst von einem analogen Positivfilm oder Negativfilm die Farben Rot, Grün und Blau auf jeweils einem panchromatischen Film belichtet werden. Panchromatisch heißt, dass der Film für das gesamte Farbspektrum des sichtbaren Lichts empfindlich ist. Von jedem der drei entstandenen Negative wird jeweils ein sogenannter Matrixfilm belichtet. Auf diesem entsteht in der Entwicklung eine Gelatineschicht, die die Farbe aufnehmen kann. Die Negative werden jeweils mit Cyan, Magenta und Gelb gefärbt. Anschließend werden die Negative einzeln auf ein Barytpapier gelegt und die Farbe durch starken Druck auf das Papier übertragen.
Der Begriff Film wird in der Fotografie sowie im Bewegtbild verwendet. Er bezeichnet sowohl ein Trägermaterial als auch ein audiovisuelles Medium, das sich durch bewegte Einzelbilder definiert. Als mit einer lichtempfindlichen Emulsion beschichtetes Trägermaterial dient er in analogen Kameras als Aufnahmemedium. Er wird in unterschiedlichen Formaten hergestellt: in der Fotografie z. B. als Kleinbild, Mittelformat, Großformat oder Sofortbild; im Bewegtbild z. B. als Super-8, 16 mm oder 35 mm. Sowohl Positive als auch Negativstreifen, jeweils in Farbe oder Schwarz-Weiß, werden unter dem Begriff Film zusammengefasst. »Film« wird umgangssprachlich oft synonym mit Bewegtbild verwendet. Er wird sowohl für analoges als auch für digitales Bewegtbildmaterial verwendet.
Als Foliogramme (lat. ›folio‹ = Blatt) bezeichnet der Künstler Jochen Lempert seine kameralosen Fotografien, die durch das Einlegen von Pflanzenteilen in einen Vergrößerer entstehen. Das Foliogramm ist eine Form der Direktbelichtung, wie das Fotogramm und das Luminogramm.
Der Begriff Fotografie beschreibt sowohl eine Technik als auch eine Gattung. Mit der Technik Fotografie ist das bildgebende Verfahren gemeint, in dem Licht durch eine Linse bzw. ein Objektiv auf einen analogen oder digitalen Bildträger fällt und ein Bild entsteht. Bei der analogen Farbfotografie wird das Bild durch die chemische Entwicklung des Filmstreifens für unsere Augen sichtbar. Bei der digitalen Fotografie fällt das Licht direkt auf einen Sensor, der das Bild in Pixel überführt, so dass das Bild auf dem Display der Kamera sichtbar wird. Die Gattung Fotografie bezieht sich auf das Produktionsverfahren, durch das das Objekt und Kunstwerk entsteht. Ein Beispiel ist der analoge Handabzug, der in der Dunkelkammer durch die Belichtung eines Positivs oder Negativs auf Fotopapier und anschließende chemische Entwicklung entsteht. Eine digital erzeugte Fotografie kann zunächst im Computer bearbeitet werden und wird durch ein Druckverfahren, wie beispielsweise den Tintenstrahldruck, zum Exponat. In der Sammlung der DZ Bank befinden sich darüber hinaus Kunstwerke, die sich konzeptuell mit der Philosophie der Fotografie beschäftigen. Beispiele hierfür können etwa Klanginstallationen, Skulpturen und Plastiken oder auch Aneignungen fotografietheoretischer Texte und Zitate u. a. sein.
Bei einem Fotogramm handelt es sich um eine Direktbelichtung, bei der ein Objekt direkt auf das lichtempfindliche Papier gelegt und belichtet wird. Das durch chemische Entwicklung entstehende, nur noch durch Konturen zu erkennende Abbild entspricht in seiner Größe 1:1 dem aufgelegten Gegenstand.
Bei einer Fotoradierung werden das Negativ und/oder der hiervon angefertigte Abzug einer analogen Fotografie mit einer Radiernadel bearbeitet. Durch das Einritzen in das fotografische Material entstehen in der chemischen Entwicklung jeweils helle oder dunkle Linien auf dem Abzug.
Die Gattung ergibt sich aus der Produktionstechnik eines Kunstwerks. Verschiedene Materialien und Techniken können sich auf eine Gattung beziehen.
»Generative Adversarial Network« (GAN) (auf Deutsch etwa: erzeugendes gegnerisches Netzwerk) beschreibt ein Modell der Informationsverarbeitung, das meist für das Erstellen von Bilddaten eingesetzt wird. GANs bestehen aus zwei künstlichen Netzwerken, dem Generator und dem Diskriminator. Dem Diskriminator werden initial Datensätze wie zum Beispiel Fotografien zugeführt. Der Generator erzeugt neue synthetische Daten. Diese Daten sind anfangs zufallsgenerierte strukturlose Bildpunkte. Basierend auf der Rückmeldung des Diskriminators gleicht der Generator die Bildinformationen an. Der Diskriminator unterscheidet zwischen initialen und vom Generator erzeugten Daten. In der Regel erfolgt die Entwicklung der beiden Netzwerke so lange, bis der Diskriminator kaum noch zwischen vom Generator erzeugten und eingespeisten Daten unterscheiden kann. Ist diese Angleichung vollzogen, stagniert der Prozess. Zur Weiterentwicklung bedarf es der Zuführung von neuen Daten. Die zur Verfügung gestellten Datensätze sind stets in ihrer Anzahl begrenzt und können nie die Gesamtheit der Umwelt abbilden.
Abzüge, die von der Künstlerin oder vom Künstler selbst manuell in der Dunkelkammer hergestellt werden, werden Handabzüge genannt. Der Handabzug unterscheidet sich dadurch von maschinell angefertigten Abzügen.
Künstlerbücher sind Kunstwerke in Buchform. Ein Künstlerbuch kann wie ein herkömmliches Buch aus einem in zwei Buchdeckel gebundenen Buchblock bestehen. Alternative Präsentationsformen wie ein Leporello oder in einer Box gesammelte und angeordnete lose Blätter, Fotografien oder Drucke werden ebenfalls als Künstlerbuch bezeichnet.
Die Lichtinstallation ist eine künstlerische Gattung, die durch die Modellierung und Komposition von Licht definiert wird.
Die Lithografie wird auch als Steindruck bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein Flachdruckverfahren, das keine Höhenunterschiede auf der Druckebene vorweist. Zunächst wird fetthaltige Tinte oder Kreide auf eine glatte Steinplatte aufgetragen. Danach wird die Platte mit Salpetersäure und Gummiarabicum behandelt. Da die Oberfläche der Druckplatte durch die chemische Behandlung fettabweisend wird, bleibt die fetthaltige Farbe nur noch dort hängen, wo zuvor die fetthaltige Tinte oder Kreide aufgetragen wurde. Anschließend wird Papier auf die Platte aufgelegt und mit viel Druck angepresst.
Eine Lochkamera ist ein optischer Apparat, auf dessen Prinzip Kameras gründen. Sie besteht aus einer lichtdichten Kammer mit einem kleinen Loch auf einer Seite. Fallen Lichtstrahlen in diese Öffnung, entsteht auf der gegenüberliegenden Innenseite der Kammer ein seitenverkehrtes Bild der Außenwelt. Im Gegensatz zu einer klassischen Kamera und der Spiegelreflexkamera verfügt eine Lochkamera weder über einen Spiegel noch über ein Objektiv oder einen Auslöser.
Ein Luminogramm entsteht durch die Aufzeichnung von Lichtspuren auf lichtempfindlichem Material. Es unterscheidet sich dadurch von einem Fotogramm, bei dem ein Objekt zwischen Lichtquelle und Aufnahmemedium platziert wird.
Malerei ist eine Gattung, die sich durch das Auftragen von Farben auf Oberflächen definiert. Die verwendeten Farben können aus unterschiedlichen synthetischen oder natürlichen chemischen Verbindungen bestehen.
Als Material werden die Stoffe bezeichnet, aus denen ein Kunstwerk besteht.
Digital angefertigte Kunstwerke aus zusammengesetzten Elementen bezeichnet man als Montage. Ein Kunstwerk, das durch das Aufkleben verschiedener Elemente auf einen Untergrund entsteht, wird als Collage bezeichnet.
Als Objektkunst werden Gegenstände bezeichnet, die ursprünglich nicht dem Zweck dienen, ein Kunstwerk darzustellen. Hierunter fallen etwa vorgefundene Materialien, sogenannte »Objets trouvés«, die nicht weiterbearbeitet wurden, oder Geräte, die eine technische Notwendigkeit darstellen, bei Filmen zum Beispiel ein Projektor oder Bildschirm.
Eine Plastik ist ein dreidimensionales Kunstwerk, das durch additive Verfahren entsteht. Das Kunstwerk wird durch das Aufbauen, Gießen oder Modellieren von Material geschaffen. Die Plastik unterscheidet sich dadurch von der Skulptur, die durch subtraktive Verfahren entsteht.
Ein Relief ist eine plastische Darstellung, die sich aus einem fest mit ihr verbundenen Hintergrund hervorhebt. Reliefs werden manchmal auch als Hybriden aus zweidimensionalen Bildern und Bildhauerei beschrieben.
Ein Scheren- oder Papierschnitt ist ein gezielt aufgeschnittenes Stück Material, das eine Silhouette ergibt. Der Begriff beschreibt sowohl die Technik als auch das entstehende Kunstwerk.
Der Sieb- oder Durchdruck basiert auf einer Druckvorlage, die aus einem auf einen Rahmen aufgespannten feinmaschigen Gewebe besteht. Das Sieb setzt sich aus farbdurchlässigen und farbundurchlässigen Stellen zusammen. Mit einer Rakel wird Farbe über dieses Sieb gezogen, wodurch das Motiv, das sich auf dem Sieb befindet, auf das darunterliegende Papier gedruckt wird.
Eine Skulptur ist ein dreidimensionales Kunstwerk, das durch subtraktive Verfahren entsteht. Aus dem Material wird die Form gehauen, geschnitzt oder gemeißelt. Sie unterscheidet sich dadurch von der Plastik, die durch additive Verfahren entsteht.
Sofortbildfotografie ist ein Sammelbegriff für Verfahren, bei denen ein analoges Bild unmittelbar nach Betätigung des Auslösers und der damit einhergehenden Belichtung des Films entwickelt wird. In den heute gängigen Verfahren wird der Film meist durch Rollen in der Kamera bewegt, wodurch die in den Sofortbildfilmen enthaltenen und für die Entwicklung eines sichtbaren Bildes notwendigen Chemikalien auf der Bildschicht verteilt werden. Nach dem Verlassen der Kamera entwickelt sich das für unsere Augen sichtbare Bild.
Die Technik beschreibt ein oder mehrere Verfahren, die für die Produktion eines Kunstwerks verwendet werden.
Als Textilkunst wird jegliches Kunstwerk bezeichnet, das aus textilen Materialien hergestellt ist.
Beim Tintenstrahldruck oder Inkjet-Print wird Tinte aus Druckerpatronen durch kleine Düsen am Druckkopf meist auf offenporiges Baumwollpapier gespritzt. Tintenstrahldrucke basieren auf digitalen Dateien und werden deshalb zu den digitalen Druckverfahren gezählt. Beim Pigmenttintenstrahldruck wird pigmenthaltige Tinte verwendet. Pigmente sind lichtunempfindliche Farbmittel, die als feste Bestandteile in der Farbe vorliegen und nicht gelöst sind. Sie unterscheiden sich daher von Farbstoffen.
Als Zeichnung bezeichnet man eine Gattung, bei der Linien, Schraffuren und Punkte auf einer Oberfläche durch Zeichenwerkzeuge wie Stifte, Kreide, Tusche oder Kohle aufgetragen werden.