• Abzug

    Fotografisch erzeugte Positivkopien von Negativen oder Positiven werden als Abzüge bezeichnet. Ein analoger Abzug kann eine Kontaktkopie sein, bei der das Negativ direkt auf das lichtempfindliche Fotopapier gelegt und belichtet wird. Auch eine Vergrößerung, bei der das Negativ in einen Vergrößerer eingelegt und auf das Fotopapier projiziert wird, bezeichnet man als Abzug. Das belichtete Fotopapier wird chemisch entwickelt und fixiert. Erst hierdurch entsteht ein für unsere Augen sichtbares Bild.

  • Affichenpapier

    Affichenpapier ist lichtundurchlässiges Papier mit hoher Reißfestigkeit. Der Begriff leitet sich aus dem französischen ›affiche‹ (Plakat, Poster) ab.

  • Aquarell

    Ein Aquarell ist eine Malerei, in der lasierende Wasserfarben verwendet werden.

  • Aquatinta

    Die Aquatinta, auch Aquatinta-Radierung, zählt zu den Tiefdruckverfahren. Zunächst wird eine entfettete Metallplatte mit einem Pulver aus Asphalt und Harz bedeckt und erhitzt, sodass sich das Gemisch mit der Platte verbindet. Zwischen die Pulverkörner setzt sich später Farbe, die dann wiederum gedruckt werden kann. Nach dieser Grundierung werden zunächst die Stellen, die im Druck am hellsten bleiben sollen, mit Lack abgedeckt. Anschließend wird die Platte geätzt; dieser Vorgang aus Abdecken und Ätzen wird mehrfach wiederholt. Durch die Länge der Ätzbäder können verschiedene Grautöne erzeugt werden: Je länger eine Stelle geätzt wird, desto markanter werden die Vertiefungen zwischen den Pulverkörnern und desto mehr Farbe wird aufgenommen, was zu dunkleren Farbflächen führt. Nach dem letzten Ätzvorgang wird die Platte mit Druckfarbe bestrichen und auf Papier gepresst, wodurch der eigentliche Druck entsteht.

  • Audioinstallation

    Audioinstallationen sind eine Form der Medienkunst, in der der Klang als solcher das Kunstwerk darstellt.

  • Baumwollpapier

    Baumwollpapier ist Papier, das anteilig oder vollständig aus Baumwollfasern besteht. Es wird in unterschiedlichen Qualitäten für verschiedene Verfahren hergestellt.

  • Bewegtbild

    Der Begriff Bewegtbild beschreibt ein audiovisuelles Medium, das sich durch bewegte Einzelbilder definiert, die meist mit einer Geschwindigkeit von 18, 24, 30 oder 60 Bildern pro Sekunde abgespielt werden. Umgangssprachlich wird der Begriff »Video« häufig synonym mit Bewegtbild verwendet. Zum Bewegtbild zählen sowohl auf Filmmaterial aufgenommene und analog abgespielte Bilder als auch elektronisch sowie digital aufgenommenes und/oder abgespieltes Material.

  • Büttenpapier

    Büttenpapiere wurden ursprünglich aus Faserbrei, der sogenannten Bütte handgeschöpft. Der Begriff gibt keine Auskunft über das Material des Papiers, sondern verweist auf den Herstellungsprozess. Heutzutage kann ein Büttenpapier auch maschinell geschöpft werden.

  • Camera obscura

    Die Camera obscura (lat. »dunkle Kammer«) ist ein optisches Prinzip, das bereits ca. 400 v. Chr. von dem griechischen Philosophen Aristoteles beschrieben wurde. Anlässlich einer Sonnenfinsternis entdeckte er, dass die Projektion der Sonnenscheibe in ihrer unvollständigen Form (als Sichel) tausendfach durch das Blätterdach eines Baumes in umgekehrter Form auf den Boden fiel.
    Die Weiterentwicklung dieses Prinzips wurde um 1000 n. Chr. von dem aus Kairo stammenden Mathematiker, Optiker und Astronom Alhazen beschrieben: In einer lichtdichten Kammer, die mit einem kleinen Loch auf einer Seite versehen war, entstand durch den Einfall von Lichtstrahlen auf der gegenüberliegenden Innenseite der Kammer ein seitenverkehrtes Bild der Außenwelt. Das Prinzip der Camera obscura bildet die Grundlage der Lochkamera.

  • Chromogenes PE-Papier

    Chromogenes PE-Papier ist mit Polyethylen (Kunststoff) beschichtetes Papier, auf das lichtempfindliche Schichten in den Farben Cyan, Gelb und Magenta aufgetragen werden.

  • Cibachromepapier

    Cibachrome, auch Ilfochrome genannt, sind Produktnamen eines Positivpapiers, bei welchem Farbpigmente bereits in der Beschichtung enthalten sind und während des Entwicklungsprozesses herausgelöst werden. Es unterscheidet sich dadurch von anderen in fotografischen Prozessen verwendeten Papieren, bei denen die Farben erst durch die chemische Entwicklung des Papiers entstehen. Das in Rohform schwarze Papier wurde meist für Abzüge von Diapositiven genutzt. Cibachromepapier wird inzwischen nicht mehr hergestellt.

  • Collage

    Der Begriff Collage leitet sich aus dem französischen ›coller‹ (kleben) ab. Er beschreibt ein Kunstwerk, das durch das Aufkleben verschiedener Elemente auf einen Untergrund entsteht. Auch die Technik wird als Collage bezeichnet. Digital angefertigte Kunstwerke aus übereinandergelegten Elementen bezeichnet man hingegen als Montage.

  • Diapositiv

    Als Diapositiv beschreibt man einen positiven transparenten Filmstreifen. Positiv bedeutet, dass Farben im Gegensatz zu Negativfilm nicht umgekehrt dargestellt werden. Meist wird dieser Filmstreifen zerschnitten und in Diarahmen eingespannt. Mit »Dia« ist umgangssprachlich der positive Filmstreifen mitsamt dem Diarahmen gemeint, das in der Regel in einen Projektor eingelegt wird. Positivfilm kann auch in Kombination mit einem Leuchtkasten ausgestellt und in unterschiedlichen Größen und Formaten als Material eines Kunstwerks verwendet werden.

  • Digitaldruck

    Unter Digitaldrucken versteht man jegliche Druckverfahren, bei denen von einer digitalen Datei ausgehend Farbe auf ein Trägermaterial aufgebracht wird. Hierzu zählen der Pigmenttintenstrahldruck, der Tintenstrahldruck, der Thermosublimationsdruck und der elektrofotografische Druck.

  • Digitale Ausbelichtung

    Wenn ein digitales Bild mithilfe von Laser oder LEDs auf Fotopapier belichtet wird, spricht man von digitaler Ausbelichtung. Im Anschluss wird das Fotopapier chemisch entwickelt. Dadurch wird die digitale Ausbelichtung zu den fotochemischen Verfahren gezählt.

  • Direktbelichtung

    Unter Direktbelichtung versteht man kameralose Verfahren wie das Fotogramm, Foliogramm und Luminogramm. In allen Fällen wird Licht durch ein Objekt auf lichtempfindliches Papier projiziert, das im Anschluss chemisch entwickelt wird.

  • Druckgrafik

    Als Druckgrafik wird ein Kunstwerk bezeichnet, das durch drucktechnische Vervielfältigungsverfahren entstanden ist. Die technische Umsetzung lässt sich in Durchdruckverfahren wie den Siebdruck, Flachdruckverfahren wie die Lithografie und den Offsetdruck, Hochdruckverfahren wie den Holzschnitt oder Tiefdruckverfahren wie die Fotogravüre, Aquatinta und Kaltnadelradierung einteilen.

  • Dye Transfer Druck

    Dye-Transfer ist ein Farbübertragungsprozess, in dem zunächst von einem analogen Positivfilm oder Negativfilm die Farben Rot, Grün und Blau auf jeweils einem panchromatischen Film belichtet werden. Panchromatisch heißt, dass der Film für das gesamte Farbspektrum des sichtbaren Lichts empfindlich ist. Von jedem der drei entstandenen Negative wird jeweils ein sogenannter Matrixfilm belichtet. Auf diesem entsteht in der Entwicklung eine Gelatineschicht, die die Farbe aufnehmen kann. Die Negative werden jeweils mit Cyan, Magenta und Gelb gefärbt. Anschließend werden die Negative einzeln auf ein Barytpapier gelegt und die Farbe durch starken Druck auf das Papier übertragen.

  • Edeldruck

    Unter dem Begriff Edeldruck sind Kunstwerke gruppiert, deren Herstellungstechniken als Edeldruckverfahren bezeichnet werden. Hierbei handelt es sich um manuelle Druckverfahren, bei welchen ausgehend von einer fotografischen Vorlage eine Druckplatte oder ein Druckstock chemisch bearbeitet wird.
    Meist wird bei diesen Verfahren auf Baumwoll- oder Büttenpapier gedruckt. Basierend auf unterschiedlichen lichtempfindlichen Chemikalien lassen sich die Techniken in Chromgelatineverfahren wie den Gummidruck, Asphaltverfahren wie die Fotolithografie, Halogensilberverfahren oder Metallverfahren wie den Platindruck einteilen

  • Elektrofotografischer Druck

    Der elektrofotografische Druck gehört zu den Digitaldrucken und wird umgangssprachlich auch als Fotokopie bezeichnet. In elektrofotografischen Verfahren wird ein Fotoleiter mit Bildinformationen in Form von elektrischen Ladungen bespielt. Farbe bleibt an den geladenen Stellen hängen und wird durch Druck und Hitze auf dem Papier fixiert. Kopien und Laserdrucke fallen beispielsweise unter diese Kategorie.

  • Enkaustik

    Die Enkaustik ist eine antike Maltechnik, bei der mit einem Gemisch aus Wachs, Harz und Farbpigmenten gearbeitet wird. Der Begriff leitet sich aus dem altgriechischen Adjektiv ›enkaustikós‹ (einbrennend; zum Einbrennen geeignet) ab. Das Gemisch wird erhitzt und mit Spachtel, Pinsel oder anderen Utensilien auf einen Bildträger, zum Beispiel eine Leinwand, aufgetragen. Anschließend wird das aufgetragene Gemisch erneut erhitzt, wodurch es sich mit dem Trägermaterial verbindet.

  • Film

    Der Begriff Film wird in der Fotografie sowie im Bewegtbild verwendet. Er bezeichnet sowohl ein Trägermaterial als auch ein audiovisuelles Medium, das sich durch bewegte Einzelbilder definiert. Als mit einer lichtempfindlichen Emulsion beschichtetes Trägermaterial dient er in analogen Kameras als Aufnahmemedium. Er wird in unterschiedlichen Formaten hergestellt: in der Fotografie z. B. als Kleinbild, Mittelformat, Großformat oder Sofortbild; im Bewegtbild z. B. als Super-8, 16 mm oder 35 mm. Sowohl Positive als auch Negativstreifen, jeweils in Farbe oder Schwarz-Weiß, werden unter dem Begriff Film zusammengefasst. »Film« wird umgangssprachlich oft synonym mit Bewegtbild verwendet. Er wird sowohl für analoges als auch für digitales Bewegtbildmaterial verwendet.

  • Foliogramm

    Als Foliogramme (lat. ›folio‹ = Blatt) bezeichnet der Künstler Jochen Lempert seine kameralosen Fotografien, die durch das Einlegen von Pflanzenteilen in einen Vergrößerer entstehen. Das Foliogramm ist eine Form der Direktbelichtung, wie das Fotogramm und das Luminogramm.

  • Fotografie

    Der Begriff Fotografie beschreibt sowohl eine Technik als auch eine Gattung.
    Mit der Technik Fotografie ist das bildgebende Verfahren gemeint, in dem Licht durch eine Linse bzw. ein Objektiv auf einen analogen oder digitalen Bildträger fällt und ein Bild entsteht. Bei der analogen Farbfotografie wird das Bild durch die chemische Entwicklung des Filmstreifens für unsere Augen sichtbar. Bei der digitalen Fotografie fällt das Licht direkt auf einen Sensor, der das Bild in Pixel überführt, so dass das Bild auf dem Display der Kamera sichtbar wird. Die Gattung Fotografie bezieht sich auf das Produktionsverfahren, durch das das Objekt und Kunstwerk entsteht. Ein Beispiel ist der analoge Handabzug, der in der Dunkelkammer durch die Belichtung eines Positivs oder Negativs auf Fotopapier und anschließende chemische Entwicklung entsteht. Eine digital erzeugte Fotografie kann zunächst im Computer bearbeitet werden und wird durch ein Druckverfahren, wie beispielsweise den Tintenstrahldruck, zum Exponat. In der Sammlung der DZ Bank befinden sich darüber hinaus Kunstwerke, die sich konzeptuell mit der Philosophie der Fotografie beschäftigen. Beispiele hierfür können etwa Klanginstallationen, Skulpturen und Plastiken oder auch Aneignungen fotografietheoretischer Texte und Zitate u. a. sein.

  • Fotogramm

    Bei einem Fotogramm handelt es sich um eine Direktbelichtung, bei der ein Objekt direkt auf das lichtempfindliche Papier gelegt und belichtet wird. Das durch chemische Entwicklung entstehende, nur noch durch Konturen zu erkennende Abbild entspricht in seiner Größe 1:1 dem aufgelegten Gegenstand.

  • Fotogrammetrie

    Die Fotogrammetrie war ursprünglich ein analoges Verfahren, das heute überwiegend digital eingesetzt wird. Dabei handelt es sich um ein 3D-Rekonstruktionsverfahren, bei dem aus mehreren Aufnahmen ein dreidimensionales Objekt erstellt wird. Zunächst wird ein Motiv aus verschiedenen Blickwinkeln fotografiert. Anschließend werden die Bilder in ein digitales Programm eingegeben, welches die jeweilige Position der Kameras rekonstruiert und darauf basierend ein dreidimensionales Modell des Motivs generiert.

  • Fotogravüre

    Der Begriff Fotogravüre oder Heliogravüre bezeichnet eine Tiefdrucktechnik, bei der zunächst ein lichtempfindliches, mit gefärbter Gelatine beschichtetes Papier von einem Negativ aus belichtet wird. Dieses Papier wird feucht auf eine Platte gepresst, traditionell aus Kupfer, heute aus Kunststoff. Durch den Druck bleibt die Gelatine auf der Platte haften. Die Platte wird anschließend mit Eisenchlorid geätzt und kann als Druckplatte genutzt werden. Zur Anfertigung eines Druckes wird Farbe unter Wärmezufuhr auf die Platte aufgetragen und das zu bedruckende Papier auf die Platte gedrückt. Die Fotogravüre wird zu den Edeldrucken gezählt.

  • Fotolithografie

    Die Fotolithografie ist ein Flachdruckverfahren, welches auf der Technik der Lithografie aufbaut. Im Gegensatz zur Lithografie wird die Druckvorlage nicht manuell auf der Steinplatte, sondern durch Belichtung erzeugt. Hierzu wird ein Positiv oder Negativ meist direkt auf die zuvor mit lichtempfindlichem Lack bestrichene Steinplatte gelegt und mit UV-Licht belichtet. Der weitere Prozess entspricht dem der klassischen Lithografie.

  • Fotoradierung

    Bei einer Fotoradierung werden das Negativ und/oder der hiervon angefertigte Abzug einer analogen Fotografie mit einer Radiernadel bearbeitet. Durch das Einritzen in das fotografische Material entstehen in der chemischen Entwicklung jeweils helle oder dunkle Linien auf dem Abzug.

  • Fressondruck

    Beim Fressondruck handelt es sich um ein Pigmentdruckverfahren, das nach dem französischen Fotolabor »Atelier Fresson« benannt wurde. Zur Herstellung eines Fressondruckes werden zunächst lichtempfindliche Emulsionen aus Gelatine, Kalium- oder Ammoniumdichromat und Farbpigmente in entweder Zyan, Magenta, Gelb oder Schwarz auf ein Papier aufgetragen. Für jede Pigmentfarbe wird ein eigenes Negativ auf dem Papier belichtet. Währenddessen härtet die Gelatineschicht aus und bindet die ansonsten wasserlöslichen Pigmente. Nach der Belichtung wird das Papier mit einem Gemisch aus Wasser und Sägemehl gewässert, wodurch das Bild entwickelt, und überschüssige Gelatine abgetragen wird.

  • Gattung

    Die Gattung ergibt sich aus der Produktionstechnik eines Kunstwerks. Verschiedene Materialien und Techniken können sich auf eine Gattung beziehen.

  • Generative Adversariale Netzwerke

    ›Generative Adversarial Network‹ (GAN) (auf Deutsch etwa: erzeugendes gegnerisches Netzwerk) beschreibt ein Modell der Informationsverarbeitung, das meist für das Erstellen von Bilddaten eingesetzt wird. GANs bestehen aus zwei künstlichen Netzwerken, dem Generator und dem Diskriminator. Dem Diskriminator werden initial Datensätze wie zum Beispiel Fotografien zugeführt. Der Generator erzeugt neue synthetische Daten. Diese Daten sind anfangs zufallsgenerierte strukturlose Bildpunkte. Basierend auf der Rückmeldung des Diskriminators gleicht der Generator die Bildinformationen an. Der Diskriminator unterscheidet zwischen initialen und vom Generator erzeugten Daten. In der Regel erfolgt die Entwicklung der beiden Netzwerke so lange, bis der Diskriminator kaum noch zwischen vom Generator erzeugten und eingespeisten Daten unterscheiden kann. Ist diese Angleichung vollzogen, stagniert der Prozess. Zur Weiterentwicklung bedarf es der Zuführung von neuen Daten. Die zur Verfügung gestellten Datensätze sind stets in ihrer Anzahl begrenzt und können nie die Gesamtheit der Umwelt abbilden.

  • Gummidruck

    Der Gummidruck zählt zu den Edeldruckverfahren. Zur Herstellung eines Gummidrucks wird zunächst ein Papier mit einer lichtempfindlichen Suspension aus wasserlöslichen Farbpigmenten, Gummi arabicum und Kalium- oder Ammoniumdichromat bestrichen. Nachdem das Papier getrocknet ist, wird ein Negativ direkt auf das Papier aufgelegt und anschließend belichtet. Während der Belichtung härtet das Gummi arabicum aus und bindet die Farbpigmente. Danach wird das beschichtete Papier gewässert, wobei die weniger belichteten Stellen des Bildes ausgewaschen werden, weil dort keine Farbpigmente gebunden sind. Es entsteht eine Kontaktkopie, bei der das positive Bild der Größe des Negativs entspricht.

  • Handabzug

    Abzüge, die von der Künstlerin oder vom Künstler selbst manuell in der Dunkelkammer hergestellt werden, werden Handabzüge genannt. Der Handabzug unterscheidet sich dadurch von maschinell angefertigten Abzügen.

  • Hasendraht

    Hasendraht oder Volierendraht ist ein industriell hergestelltes Drahtgeflecht. Das meist aus Stahl bestehende Material weist eine regelmäßige Maschenstruktur auf und wird aufgrund seiner Flexibilität und gleichzeitigen Stabilität als Abgrenzungs- oder Stützmaterial im Bauwesen und in der Tierhaltung verwendet.

  • Installation

    Eine Installation ist eine Präsentationform, in der verschiedene Elemente eines Kunstwerks im Raum angeordnet werden.

  • Japanpapier

    Japanpapier ist besonders dünnes, lichtdurchlässiges Papier mit hoher Reißfestigkeit. Es wird traditionell aus den Fasern der Pflanzen ›Kozo‹ (Papiermaulbeerbaum), ›Mitsumata‹ (Japanischer Papierbusch) und ›Gampi‹ (Japanischer Papierbaum) handgeschöpft und für feine Druckarbeiten wie auch in der Restaurierung verwendet.

  • Kaltnadelradierung

    Die Kaltnadelradierung ist eine Tiefdrucktechnik, bei der eine Metallplatte zunächst mit einer spitzen Nadel bearbeitet wird. Im Gegensatz zu anderen Radierungstechniken wird die Platte daraufhin nicht geätzt. Stattdessen wird sie direkt mit Druckfarbe bestrichen, die sich in die Vertiefungen setzt. Überschüssige Farbe wird entfernt und dann die Platte auf Papier gepresst, wodurch der eigentliche Druck entsteht.

  • Künstlerbuch

    Künstlerbücher sind Kunstwerke in Buchform. Ein Künstlerbuch kann wie ein herkömmliches Buch aus einem in zwei Buchdeckel gebundenen Buchblock bestehen. Alternative Präsentationsformen wie ein Leporello oder in einer Box gesammelte und angeordnete lose Blätter, Fotografien oder Drucke werden ebenfalls als Künstlerbuch bezeichnet.

  • Kunstwerk

    Kunstwerke im Sinne der Sammlung der DZ BANK sind zwei- oder dreidimensionale Objekte sowie künstlerische Konzepte aus verschiedenen Materialien. Sie werden von Menschen in kreativen Prozessen geschaffen. Bei der Begegnung lösen sie emotionale Reaktionen aus und regen zum Nachdenken an.

  • Leuchtkasten

    Ein Leuchtkasten ist ein technisches Gerät, das zur Präsentation von Kunstwerken genutzt wird. Häufig werden hiermit lichtdurchlässige Materialien wie zum Beispiel Positiv- oder Negativfilme durchleuchtet. Hinter diesem Material befinden sich Leuchtstoffröhren oder Leuchtdioden (LED). Material und Lichtquelle sind in der Regel von einem Rahmen umgeben, der die Kastenform bedingt.

  • Lichtinstallation

    Die Lichtinstallation ist eine künstlerische Gattung, die durch die Modellierung und Komposition von Licht definiert wird.

  • Lithografie

    Die Lithografie wird auch als Steindruck bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein Flachdruckverfahren, das keine Höhenunterschiede auf der Druckebene vorweist. Zunächst wird fetthaltige Tinte oder Kreide auf eine glatte Steinplatte aufgetragen. Danach wird die Platte mit Salpetersäure und Gummiarabicum behandelt. Da die Oberfläche der Druckplatte durch die chemische Behandlung fettabweisend wird, bleibt die fetthaltige Farbe nur noch dort hängen, wo zuvor die fetthaltige Tinte oder Kreide aufgetragen wurde. Anschließend wird Papier auf die Platte aufgelegt und mit viel Druck angepresst.

  • Lochkamera

    Eine Lochkamera ist ein optischer Apparat, auf dessen Prinzip Kameras gründen. Sie besteht aus einer lichtdichten Kammer oder einem Kasten mit einem kleinen Loch auf einer Seite. Fallen Lichtstrahlen in diese Öffnung, entsteht auf der gegenüberliegenden Innenseite der Kammer ein seitenverkehrtes Bild der Außenwelt, das auf lichtempfindliches Material trifft, sodass ein Bild aufgenommen werden kann. Bei einer Camera obscura hingegen wird das einfallende Licht nicht auf einem Bildträger fixiert, sondern nur projiziert.

  • Luminogramm

    Ein Luminogramm entsteht durch die Aufzeichnung von Lichtspuren auf lichtempfindlichem Material. Es unterscheidet sich dadurch von einem Fotogramm, bei dem ein Objekt zwischen Lichtquelle und Aufnahmemedium platziert wird.

  • Malerei

    Malerei ist eine Gattung, die sich durch das Auftragen von Farben auf Oberflächen definiert. Die verwendeten Farben können aus unterschiedlichen synthetischen oder natürlichen chemischen Verbindungen bestehen.

  • Material

    Als Material werden die Stoffe bezeichnet, aus denen ein Kunstwerk besteht.

  • Mixed Media

    Unter Mixed Media versteht man eine Gattung, bei der in einem einzelnen Kunstwerk verschiedene Materialien und künstlerische Techniken kombiniert werden. Beispielsweise können Farbe, Collage-Elemente, Fotografien, Textilien oder gefundene Objekte in einem Werk vereint werden. Hierdurch entstehen neue visuelle Texturen, Bedeutungsebenen und konzeptuelle Verbindungen, die durch eine einzelne Gattung nicht möglich wären.

  • Montage

    Als Montage werden Kunstwerke bezeichnet, in denen Bildelemente im Bearbeitungsprozess zusammengesetzt werden. Künstlerinnen und Künstler können analog in der Dunkelkammer oder digital mithilfe von Bildbearbeitungsprogrammen montieren.
    Von den zusammengesetzten Bildelementen wird im Anschluss meist ein Abzug oder Druck angefertigt. Ein Kunstwerk, das durch das Aufkleben verschiedener Elemente auf einen Untergrund entsteht, wird hingegen als Collage bezeichnet

  • Negativfilm

    Negativfilm ist ein mit einer lichtempfindlichen Emulsion beschichtetes Trägermaterial, auf dem die Tonwerte des meist fotografisch aufgenommenen Motivs nach der Belichtung und Entwicklung umgekehrt, das heißt invertiert dargestellt werden. Er wird sowohl in Farbe als auch in Schwarz-Weiß und in verschiedenen Filmformaten wie zum Beispiel 35 mm, 6×6 cm oder 8×10 Zoll hergestellt. Für Farbe und Schwarz-Weiß gilt: Dunkle Bereiche erscheinen hell, helle Bereiche erscheinen dunkel. Bei Farbnegativfilm erscheinen hierdurch auch die Farben invertiert: Fotografierter hellblauer Himmel wird beispielsweise orange dargestellt. In der analogen Fotografie dient Negativfilm häufig als Zwischenstufe, von der Abzüge hergestellt werden, bei denen das Bild wieder in seine ursprünglichen Tonwerte zurückkehrt.

  • Objektkunst

    Als Objektkunst werden Gegenstände bezeichnet, die ursprünglich nicht dem Zweck dienen, ein Kunstwerk darzustellen. Hierunter fallen etwa vorgefundene Materialien, sogenannte »Objets trouvés«, die nicht weiterbearbeitet wurden, oder Geräte, die eine technische Notwendigkeit darstellen, bei Filmen zum Beispiel ein Projektor oder Bildschirm.

  • Offsetdruck

    Der Offsetdruck ist ein indirektes Flachdruckverfahren, welches heute für einen Großteil aller Druckmedien verwendet wird. Bei diesem wird ähnlich wie bei der Lithografie zunächst eine Druckplatte angefertigt. Von dieser wird die aufgetragene Farbe auf einen Gummituchzylinder übertragen, von welchem sie wiederum auf das Papier gelangt. Für die Farben Gelb, Cyan, Magenta und Schwarz wird jeweils eine eigene Druckplatte erstellt.

  • Pauspapier

    Als Pauspapier werden durchscheinende Papiere bezeichnet, die vor allem zur Herstellung von manuellen Kopien verwendet werden.

  • Plastik

    Eine Plastik ist ein dreidimensionales Kunstwerk, das durch additive Verfahren entsteht. Das Kunstwerk wird durch das Aufbauen, Gießen oder Modellieren von Material geschaffen. Die Plastik unterscheidet sich dadurch von der Skulptur, die durch subtraktive Verfahren entsteht.

  • Platindruck

    Ein Platindruck, auch Platinotypie genannt, gehört zu den Edeldrucken. Bei diesem Verfahren wird nicht im herkömmlichen Sinne gedruckt. Der »Druck« entsteht vielmehr durch die Belichtung eines Negativs auf Papier. Das Papier wird durch Eintauchen in eine Lösung aus Eisensalz, Platin und optional Palladium lichtempfindlich gemacht. Nach der Belichtung wird das Papier mehrmals gewässert, gewaschen und abschließend getrocknet.

  • Pulpe/Pappmaché

    Pulpe oder Pulp ist die sowohl in der Papierherstellung als auch in der Lebensmittelindustrie verwendete Fachbezeichnung für Rohmasse, die aus verschiedenen Inhaltsstoffen bestehen kann. Ein für das Material oft synonym verwendeter Begriff ist Pappmaché. Hierbei handelt es sich um einen Brei aus Zellstoff oder Holzstoff und Wasser, der mit Kleister vermengt wird. Die Rohmasse wird in unterschiedliche Formen gebracht und härtet aus.

  • Relief

    Ein Relief ist eine plastische Darstellung, die sich aus einem fest mit ihr verbundenen Hintergrund hervorhebt. Reliefs werden manchmal auch als Hybriden aus zweidimensionalen Bildern und Bildhauerei beschrieben.

  • Scherenschnitt

    Ein Scheren- oder Papierschnitt ist ein gezielt aufgeschnittenes Stück Material, das eine Silhouette ergibt. Der Begriff beschreibt sowohl die Technik als auch das entstehende Kunstwerk.

  • Siebdruck

    Der Sieb- oder Durchdruck basiert auf einer Druckvorlage, die aus einem auf einen Rahmen aufgespannten feinmaschigen Gewebe besteht. Das Sieb setzt sich aus farbdurchlässigen und farbundurchlässigen Stellen zusammen. Mit einer Rakel wird Farbe über dieses Sieb gezogen, wodurch das Motiv, das sich auf dem Sieb befindet, auf das darunterliegende Papier gedruckt wird.

  • Silbergelatinepapier

    Silbergelatinepapier ist Papier, das mit einem Gemisch aus Gelatine und darin befindlichen, lichtempfindlichen Silberhalogeniden beschichtet ist. Zu den Silberhalogenidverbindungen gehören unter anderem Silberchlorid, Silberbromid und Silberiodid. Unter den Begriff Silbergelatinepapier fallen unter anderem Barytpapiere, Silbergelatinebarytpapiere und Bromsilbergelatine-Barytpapiere.
    Bei Barytpapier handelt es sich um mit einer Schicht aus Bariumsulfat und Gelatine beschichtetes Papier. Das Auftragen dieser sogenannten Barytschicht verleiht Papieren eine besonders lange Haltbarkeit.
    Silbergelatinebarytpapier beschreibt Papier, das zusätzlich zu der Barytschicht eine lichtempfindliche Silbergelatineschicht aufweist. Die Barytschicht befindet sich hierbei zwischen dem Papier und der lichtempfindlichen Beschichtung. Bromsilbergelatine-Barytpapier ist Silbergelatinebarytpapier, bei dem Silberbromide die lichtempfindlichen Silberhalogenidverbindungen bilden.

  • Skulptur

    Eine Skulptur ist ein dreidimensionales Kunstwerk, das durch subtraktive Verfahren entsteht. Aus dem Material wird die Form gehauen, geschnitzt oder gemeißelt. Sie unterscheidet sich dadurch von der Plastik, die durch additive Verfahren entsteht.

  • Sofortbildfotografie

    Sofortbildfotografie ist ein Sammelbegriff für Verfahren, bei denen ein analoges Bild unmittelbar nach Betätigung des Auslösers und der damit einhergehenden Belichtung des Films entwickelt wird. In den heute gängigen Verfahren wird der Film meist durch Rollen in der Kamera bewegt, wodurch die in den Sofortbildfilmen enthaltenen und für die Entwicklung eines sichtbaren Bildes notwendigen Chemikalien auf der Bildschicht verteilt werden. Nach dem Verlassen der Kamera entwickelt sich das für unsere Augen sichtbare Bild.

  • Tapisserie

    Eine Tapisserie, umgangssprachlich auch Wandteppich genannt, ist ein Kunstwerk, das durch das Verweben von verschiedenen Fasern mithilfe eines Webstuhls ein Bild entstehen lässt.

  • Technik

    Die Technik beschreibt ein oder mehrere Verfahren, die für die Produktion eines Kunstwerks verwendet werden.

  • Textilkunst

    Als Textilkunst wird jegliches Kunstwerk bezeichnet, das aus textilen Materialien hergestellt ist.

  • Thermosublimationsdruck

    Der Thermosublimationsdruck ist ein Digitaldruck, bei dem temperaturempfindliche Farbe auf einer Folie durch einen Druckkopf so erhitzt wird, dass sie verdampft und sich mit dem Papier verbindet. Drucke dieser Art können auf verschiedenen weiteren Materialien ausgeführt werden. Hierbei legt sich die Farbe auf die Oberfläche des jeweiligen Materials.

  • Tintenstrahldruck

    Beim Tintenstrahldruck oder Inkjet-Print wird Tinte aus Druckerpatronen durch kleine Düsen am Druckkopf meist auf offenporiges Baumwollpapier gespritzt. Tintenstrahldrucke basieren auf digitalen Dateien und werden deshalb zu den digitalen Druckverfahren gezählt. Beim Pigmenttintenstrahldruck wird pigmenthaltige Tinte verwendet. Pigmente sind lichtunempfindliche Farbmittel, die als feste Bestandteile in der Farbe vorliegen und nicht gelöst sind. Sie unterscheiden sich daher von Farbstoffen.

  • UV-Direktdruck

    Der UV-Direktdruck ist ein digitales Druckverfahren, bei dem UV-härtende Tinten direkt auf ein Trägermaterial aufgetragen und durch ultraviolette Strahlung ausgehärtet werden. Durch die Aushärtung haftet die Tinte, sodass Drucke auf unterschiedlichen Materialien wie zum Beispiel Holz, Glas oder Metall möglich sind.

  • Velinpapier

    Velinpapier ist besonders glattes und relativ hartes Papier mit feiner Oberfläche, das optisch und haptisch an glattes Pergament erinnert. Der Begriff leitet sich aus dem französischen ›vélin‹ (Kalbsleder) ab.

  • Zeichnung

    Als Zeichnung bezeichnet man eine Gattung, bei der Linien, Schraffuren und Punkte auf einer Oberfläche durch Zeichenwerkzeuge wie Stifte, Kreide, Tusche oder Kohle aufgetragen werden.

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